Plön (rund 13.000 Einwohner) geht auf eine slawische Burgzurück. Nach der
deutschen Eroberung 1139 erhielt Plön 1236 durch Graf Adolf IV. die Stadtrechte.
Plön war immer Residenz: Auf die Schauenburger Grafen folgten 1622 bis 1761 die
Plöner Herzöge, die der Stadt auch in baulicher Hinsicht eine Glanzzeit brachten,
wie überhaupt die Entwicklung der Stadt stets im Zusammenhang mit dem Schloss stand. Um
1840 war Plön Sommerresidenz der dänischen Könige, 1868 wurde das Schloss
preußische Kadettenanstalt, in deren Nachbarschaft um 1900 auch die deutschen
Kaisersöhne unterrichtet wurden. Seit 2001 wird das Schloss nicht mehr als Internat
genutzt. Das Land Schleswig-Holstein hat es an die Fielmann AG verkauft, die dort eine
Aus- und Fortbildungstätte für Optiker betreibt. Plön ist heute
Verwaltungsmittelpunkt, Garnisonsstandort und Fremdenverkehrsort.
Das Stadtarchiv Plön befindet sich im Rathaus und wird von der Stadtverwaltung betreut. Der ältere Bestand (16. Jh. bis 1866, 22 Regalmeter) ist 1983 vom Landesarchiv neu geordnet und verzeichnet worden. Auch die preußischen Akten seit 1867 erfuhren eine Neuordnung. Die Urkunden sind im Landesarchiv deponiert. Eine umfangreiche Fotosammlung komplettiert das Archiv.
Stadtarchiv Plön, Rathaus, Schlossberg 3/4, 24306 Plön, Telefon 04522/505-60, Telefax 04522/505-69. eMail: info@ploen.de; Zugangsmöglichkeit nach Vereinbarung