Mölln (rund 17.000 Einwohner) wurde 1188 erstmals erwähnt. Die Stadtrechte erhielt Mölln zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Die verkehrsgünstige Lage (Alte Salzstraße, Stecknitzkanal) förderte im Mittelalter die Entwicklung der Stadt. Prägende Epoche war die Zeit der Pfandherrschaft durch die Hansestadt Lübeck (1359-1683). Das Grab Till Eulenspiegels zieht schon seit Jahrhunderten Besucher an. Auch heute ist der Fremdenverkehr für den staatlich anerkannten Kneippkurort von großer Bedeutung. Daneben bestimmen Handel, Handwerks- und Gewerbebetriebe die Wirtschaft des Mittelzentrums.
Das Stadtarchiv wurde Mitte der 1920er Jahre eingerichtet. Über Jahrzehnte bestand eine enge Verbindung des Archivs mit dem Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg. Seit 1989 ist das Stadtarchiv im "Stadthaus" untergebracht. Eine Archivgemeinschaft mit der Stadt Ratzeburg besteht seit Oktober 1992. Die Bestände der Stadtverwaltung (ca. 7000 Nummern) reichen bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Findbücher sind vorhanden. Neben separat verzeichneten Justiz-, Testaments-, Schul- und Pfarrakten verfügt das Stadtarchiv über eine umfangreiche Bibliothek und eine beachtliche Sammlung von Fotos und Dokumenten zur Stadtgeschichte.
Stadtarchiv Mölln, Wasserkrüger Weg 16, 23879 Mölln, Telefon
04542/803251, Telefax 04542/5986; Öffnungszeiten: Dienstag 8-12.30
Uhr, Donnerstag 10-12.30, 15-18 Uhr (und nach Vereinbarung)